1998 Auf Initiative des Bürgermeisters Andreas Gliesing startet  "burgmuseum.online" im Rahmen der offiziellen Web-Präsentation der Stadt Ranis, um auch im Internet für die Burg zu werben.

1993 Am 3. Oktober gründet sich auf der Burg der "Förderkreis Burg Ranis und Schloß Brandenstein e.V.". Der erste Vorsitzende ist Dr. med. Maximilian Freiherr du Prel, ein Enkel Dietrich von Breitenbuchs.

1990-94 Fortsetzung der Sanierungs-
arbeiten durch die Stadt Ranis. 1994 Übernahme der Burganlage durch die Stiftung "Thüringer Schlösser und Gärten" und Fortsetzung der Renovierung.

1988/89 Instandsetzung des Bergfriedes. Prunkstück der Arbeiten ist eine neue, mit Kupfer eingedeckte Haube.

1987 Aufnahme umfangreicher Restaurierungsmaßnahmen auf der Burg.

1968/70 Der für mehr als 300 Jahre als Scheune genutzte Palas wird restauriert. Es soll ein Hochzeitssaal entstehen. Die Arbeiten kommen aber leider nicht über das Rohbaustadium hinaus.

1956 Gaststätte und Burgmuseum werden in Trägerschaft der Stadt neu eröffnet. In den folgenden Jahren werden die Dächer der Burg nach und nach neu eingedeckt, der Bergfried erhält eine neue Treppe. Klaus Schache wird Beauftragter für das Museum.

1946 Die Burg dient als Obdach für Umsiedler und Flüchtlinge. Ein Feuer, das Anfang des Jahres im Südostteil der Hauptburg ausbricht, richtet großen Schaden an, kann aber dank des beherzten Einsatzes der Raniser Bevölkerung und der umliegenden Wehren gelöscht werden.

1945 Die Burg wird Staatsbesitz und Quartier für Soldaten der sowjetischen Besatzungsmacht. Das Museum wird ausgeräumt; die Bestände gehen weitgehend verloren.

1942 Verkauf der Burg durch Dietrich und August von Breitenbuch an das Deutsche Rote Kreuz. Das Rote Kreuz richtet eine Schwesternschule mit Internat auf der Burg ein.

1928 Dietrich von Breitenbuch richtet auf Burg Ranis eine Burggaststätte mit Fremdenzimmern ein. Damit wird die Burg dem allgemeinen Besucherverkehr zugänglich. Als besondere Attraktion hält Dietrich zwei Bären.

1926 Gründung der "Heimatforschenden Vereinigung Burg Ranis" durch Dietrich von Breitenbuch. Errichtung eines Vereinsmuseums auf der Burg.

1880 Der untere Burggraben wird teilweise verfüllt; der Wall wird partiell eingeebnet.

1868 Beginn der Abbrucharbeiten am westlichen Burggebäude nachdem ein Sturm das Dach schwer beschädigt hatte. Das Gebäude beherbergte die Burgkapelle, ein Trinkerstübchen u.a.m.
Im Verlauf der Abbrucharbeiten wird ein Skelett eines Kleinkindes mit Hemd und Beigaben entdeckt. Es war ein mittelalterliches Bauopfer von dem bereits die Sage vom eingemauerten Kind berichtet.

1866 Nach erheblichen Aufwendungen für Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten zieht Arthur von Breitenbuch mit seiner zweiten Frau Isidore geb. v. Wurmb auf die Burg.

1856 Der Landrat des preussischen Kreises Ziegenrück, Ludwig Franz von Breitenbauch, verlegt das Landratsamt auf die Burg nachdem diese 16 Jahre lang weitgehend leergestanden hatte. Ranis wird bis zur Auflösung des Kreises im Jahr 1945 Kreisstadt.

1840 Verlagerung der Landwirtschaft von der Burg auf den von Ludwig Franz von Breitenbauch gegründeten Gutshof "Ludwigshof". Die Wirtschaftsgebäude auf dem Burggelände werden abgerissen.

1815 Wiener Kongress. Das zu Sachsen gehörende Ranis wird Preußen zugeschlagen. Bildung des preußischen Kreises Ziegenrück. In der Folge stellen die Burgherren von Breitenbauch mehrfach den Landrat.

1705 Die Burg, nun im Besitz von Christoph Adam v. Breitenbauch, verliert ihre militärische Bedeutung; die Geschütze werden eingeschmolzen.

1646 In einem Großfeuer brennen die Gebäude um den Hinterhof der Burg vollständig aus. Der Wiederaufbau mit einigen baulichen Veränderungen dauert zwei Jahre.

1640 Der 30-jährige Krieg wütet schwer. Marodierende Soldaten eines großen Heerlagers bei Saalfeld drangsalieren und plündern die Umgebung. Auch in Ranis werden Hausdächer in Brand geschossen. Grimmig drohen die Soldaten ihre Hände im Blut der Bürger waschen zu wollen, gelangen aber nicht in die Stadt.
Melchior von Breitenbauch erwirkt von den römisch-kaiserlichen und den königlich-schwedischen Generälen Schutzbriefe. Er bietet vielen adligen Nachbarn und seinen Untertanen Zuflucht in der Burg.

1612 Ein seit langem schwelender Streit zwischen von Breitenbauch und den von Brandensteins um die Benutzung des Turmkerkers auf Burg Ranis wird zugunsten des ersteren gerichtlich beigelegt.

1596 Kurfürst Friedrich Wilhelm zu Sachsen verpflichtet Hans Christoph von Breitenbauch dazu, ihm im Kriegsfalle mit drei Ritterpferden Heerfolge zu leisten.

1590 Melchior von Breitenbauch und die Gebrüder und Vettern von Brandenstein geben Ranis neue Ortsgesetze.

1571 Die Herren von Brandenstein verkaufen den größten Teil ihrer Herrschaft Ranis an Melchior von Breitenbauch.

1486 Kaiser Friedrich III. bestätigt Heinrich dessen Besitz und und erhebt ihn und seine Nachkommen in den Reichsfreiherrenstand.

1475 Heinrich von Brandenstein erwirbt in Rom vom Papst das Recht für seine Burgkapelle einen Meßpriester und Beichtvater zu haben. Mit der Reformation wird dieses Privileg wieder aufgehoben.

1463 Wilhelm III. Herzog von Thüringen heiratet die Schwester des Heinrich von Brandenstein und schenkt diesem Burg und Stadt Ranis samt den dazugehörigen Dörfern.

1445 Herzog Wilhelm III. wird Herr von Thüringen. Er hält auf Burg Ranis Hof. Feste und Turniere finden statt.

1436 Mit "1 Steinbuchs von 13 Zentnern, 2 cleyne steinbuchss und 16 hantbuchs" verfügt Burg Ranis über eine zu dieser Zeit beachtliche Anzahl von Feuerwaffen.

1389 Günther XXVIII. Graf von Schwarzburg verkauft seine Herrschaft Ranis an die Markgrafen von Meissen, behält sie jedoch bis zu seinem Tod 1418 als Lehen.

1381 Erste urkundliche Erwähnung von Ranis als Stadt.

1342 Albrecht von Mecklenburg und sein Gefolge sind für fast ein halbes Jahr Gefangene von Graf Günther XXI. von Schwarzburg. Dieser hält sie auf seiner Feste Ranis gefangen.

1208 König Otto IV. verpfändet Ranis an die Grafen Heinrich und Günther von Schwarzburg. Da Otto das Pfand nicht wieder einlöst, bleiben Burg und Herrschaft über zwei Jahrhunderte schwarzburgisch.
Die Burg wird wesentlich vergrößert.

1204 König Philipp zieht wegen Untreue gegen Landgraf Hermann I. von Thüringen ins Feld und nimmt dessen Lehen zurück.

1199 Hermann I. Landgraf von Thüringen wird von König Philipp mit dem "Castrum Ranis" belehnt.

1194 Konrad von Ranis nimmt als kaiserlicher Getreuer am Hoftag Kaiser Heinrich VI. in Saalfeld teil.

1084 Erste urkundliche Erwähnung von Burg Ranis. Kaiser Heinrich IV. belehnt Wiprecht von Groitzsch, den späteren Markgrafen von Meißen und der Oberlausitz mit dem "Castrum Ranis".

vor 1000 Dass es bereits im 10.Jh oder noch früher eine Siedlung in Ranis bzw. auf dem Burgberg gegeben hat, ist bisher nicht schriftlich belegt. Dennoch gibt es Funde, die dies vermuten lassen. Die meisten wurden in der Ilsenhöhle unterhalb der Burg gefunden.