Die Geschichte des Naturlehrgartens Ranis

Vom Schulgarten zum Naturlehrgarten

 

Ernst Kulpe hat im Herzen Löwenmut, denn der heutige Naturlehrgarten im thüringischen Ranis war bis 1989 noch einer der typischen ,aber auch von den Schülern geliebten, Gemüse-Lehrgärten. Das Fach Schulgarten spielte im Stundenplan der 1.- 4.Klässler eine bedeutende Rolle. Die Schüler bestellten Ihre Beete und lernten so die verschiedenen Gemüsesorten besser kennen. Auch wurde Ihnen so vermittelt, was für Ihre Ernährung wichtig war.

Neue Zeiten, neue Sitten. Mit der Wiedervereinigung 1989/1990 verschwand größtenteils die Bedeutung des Schulgartenunterrichts. Nur in Thüringen und in dem benachbarten Sachsen-Anhalt hat dieses Schulfach für die Grundschule bundesweit überlebt.

Auch wenn sich die benachbarte Schule mit nur einer Wochenstunde widmet, so sieht man dennoch, dass das Interesse für die Natur und den Garten vorhanden sind.

So ein Schulgartenlehrer war auch Dr. Ernst Kulpe. Die Kinder strömten in den Garten, wo das Gemüse allerprächtigst wuchs. Aber dann kam der "Wendeschock" und alles wurde plötzlich anders. Auf einmal waren 1500 Quadratmeter ungenutzte Gemüsebeete vorhanden. Und da es genug ungenutzte Flächen in der Umgebung gab, kam Dr. Kulpe auf die Idee, den Naturlehrgarten zu erweitern, um ihn für alle Menschen zugänglich zu machen.

Die Anfänge des Naturlehrgartens werden auf das Jahr 1985 datiert, aber erst seit 1989 wird er ehrenamtlich von Dr. Kulpe betreut.